Brandschutzhelfer-Ausbildung: Ablauf, Dauer und Inhalte
Was genau wird in der Ausbildung vermittelt? Hier finden Sie alle Lernziele, Theorie-Themen und die praktische Löschübung im Detail. Genau so, wie wir sie bei Brandschutz K&K durchführen und wie die DGUV sie vorgibt. Zertifiziert, vollständig dokumentiert und ohne Aufwand für Sie.
- Theorie: ca. 90 Minuten in 5 Themenblöcken
- Praxis: 5 bis 10 Minuten je Teilnehmer am Firetrainer
- Abschluss: zertifizierter Nachweis für Ihre Unterlagen
- Rundum abgesichert: wir erinnern Sie automatisch an die Auffrischung
Der Inhalt der Brandschutzhelfer-Ausbildung wird theoretisch und praktisch vermittelt. Im Mittelpunkt stehen zwei Dinge: verstehen, wie Brände entstehen. Und im Ernstfall einen Entstehungsbrand löschen können, ohne sich selbst zu gefährden.
Die Inhalte sind nicht frei wählbar. Sie folgen der DGUV Information 205-023 „Brandschutzhelfer: Ausbildung und Befähigung". Diese Seite zeigt Ihnen Punkt für Punkt, was darin steht und was wir daraus in der Schulung machen. Um die komplette Organisation kümmern wir uns: Termin, Ausbilder, Firetrainer, Löschmittel und Dokumentation kommen von uns. Sie stellen nur den Raum und Ihre Mitarbeiter. Einen Überblick über Pflicht, Anzahl und Kursformate finden Sie auf unserer Hauptseite zur Brandschutzhelfer-Ausbildung.
Pflicht, benötigte Anzahl, Aufgaben und alle Kursformate finden Sie auf der Hauptseite.
Zur Brandschutzhelfer-AusbildungSo sieht die Ausbildung in der Praxis aus
Theorie im Schulungsraum, danach echtes Feuer am Firetrainer. In wenigen Minuten sehen Sie, was Ihre Mitarbeiter an dem Tag erwartet.
Aufnahme aus einer Inhouse-Schulung. Die praktische Löschübung ist nach DGUV 205-023 verpflichtender Bestandteil der Ausbildung. Ausrüstung und Ausbilder bringen wir mit.
Ziele der Brandschutzhelfer-Ausbildung
Ziel ist der sichere Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung. Und die Sicherstellung, dass alle Beschäftigten das Gebäude jederzeit selbstständig verlassen können.
Nach der Schulung kann jeder ausgebildete Brandschutzhelfer:
- Brandgefahren im eigenen Betrieb erkennen und Maßnahmen zur Unfallverhütung benennen
- Im Brandfall richtig handeln: alarmieren, Menschen retten, Löschversuch oder Rückzug
- Löschmittel und Löschtechnik richtig wählen, passend zur jeweiligen Brandklasse
- Feuerlöscheinrichtungen sachgerecht bedienen: Feuerlöscher, Wandhydrant und Löschdecke
- Die eigenen Grenzen einschätzen und wissen, wann nicht gelöscht, sondern geflüchtet wird
Theoretische Ausbildungsinhalte
Die Theorie umfasst fünf Themenblöcke und dauert bei uns rund 90 Minuten. Sie ist bewusst betriebsnah aufgebaut: Wir arbeiten mit Beispielen aus Ihrer Branche, nicht mit abstrakten Lehrbuchfällen.
Grundzüge des Brandschutzes
Warum brennt es überhaupt und was passiert beim Löschen wirklich?
- Grundlagen der Verbrennung (Verbrennungsdreieck) und der Vorgänge beim Löschen
- Häufige Brandursachen: Elektrizität, menschliches Fehlverhalten, Überhitzung
- Tätigkeiten mit feuergefährlichen und brennbaren Stoffen
- Betriebsspezifische Brandgefahren und Zündquellen, bezogen auf Ihre Produktionsabläufe
Betriebliche Brandschutzorganisation
Wer macht im Ernstfall was und wo steht das in Ihrem Betrieb geschrieben?
- Brandschutzordnung nach DIN 14096 (Teil A, B und C)
- Alarmierungswege und Alarmierungsmittel im Unternehmen
- Betriebsspezifische Brandschutzeinrichtungen und ihre Standorte
- Sicherstellung des eigenen Fluchtwegs
- Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3, Flucht- und Rettungspläne
Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen
Der häufigste Fehler im Ernstfall: das falsche Löschmittel greifen.
- Brandklassen A, B, C, D und F und ihre typischen Brandstoffe
- Wirkungsweise und Eignung der Löschmittel (Wasser, Schaum, Pulver, CO₂, Fettbrandlöscher)
- Aufbau und Funktion der im Betrieb vorhandenen Feuerlöscher
- Unterschied Auflade- und Dauerdrucklöscher
- Einsatzbereiche und Einsatzregeln von Feuerlöschern und Wandhydranten
Gefahren durch Brände
In den meisten Fällen tötet nicht das Feuer, sondern der Rauch.
- Gefährdung durch Rauch und Atemgifte, insbesondere Kohlenmonoxid
- Thermische Gefährdungen wie Wärmestrahlung und Hitzestau
- Mechanische Gefährdungen, z. B. durch herumfliegende Teile oder berstende Behälter
- Besondere betriebliche Risiken: Metallbrände, Fettbrände, Lithium-Ionen-Akkus, hohe Brandlasten
Verhalten im Brandfall
Der Block, der im Ernstfall über alles entscheidet und deshalb bei uns am ausführlichsten behandelt wird.
- Alarmierung: Notruf richtig absetzen, interne Alarmierung auslösen
- Menschenrettung vor Brandbekämpfung: die richtige Reihenfolge der Maßnahmen
- Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen ohne Eigengefährdung
- Sicherstellung der selbstständigen Flucht aller Beschäftigten
- Besondere Aufgaben nach Brandschutzordnung Teil C, z. B. als Ansprechpartner für die Feuerwehr
- Löschen von brennenden Personen
- Unterstützung bei Räumung und Evakuierung (siehe auch Evakuierungs- & Räumungshelfer)
Praktische Ausbildungsinhalte
Die praktische Löschübung ist nach DGUV Information 205-023 zwingend vorgeschrieben. Eine reine Online-Theorie erfüllt die Anforderungen an eine Brandschutzhelfer-Ausbildung rechtlich nicht.
- Handhabung und Auslösemechanismen: Löscher tragen, entsichern, auslösen. Jeder Teilnehmer einzeln.
- Löschtaktik: Windrichtung, Abstand, stoßweises Löschen, Brandherd von vorne unten angehen, Rückzündung beachten.
- Realitätsnahe Übung am Firetrainer: mit echtem, gasbetriebenem Feuer unter kontrollierten und jederzeit sicheren Bedingungen. Kein Video, keine Simulation am Bildschirm.
- Leistungsfähigkeit erfahren: wie lange ein Feuerlöscher wirklich hält (oft nur 6 bis 15 Sekunden) und was das für die Entscheidung „löschen oder raus" bedeutet.
- Eigene Grenzen erkennen: Situationseinschätzung und die klare Sicherheitsregel: kein Löschversuch bei Rauchgasen, verqualmten Räumen oder unklarer Lage.
- Betriebsspezifische Besonderheiten: elektrische Anlagen, Metall- und Fettbrände, Ladeplätze für Akkus.
- Einweisung in den eigenen Zuständigkeitsbereich: bei Inhouse-Schulungen direkt am realen Standort. Wo hängt welcher Löscher, wo liegen die Fluchtwege?
Ablauf und Dauer der Ausbildung
Die DGUV gibt keine feste Stundenzahl vor, sondern die Inhalte. In der Praxis hat sich ein halber Tag bewährt: Theorie am Stück, danach die Praxis in Kleingruppen. Die gesamte Organisation übernehmen wir für Sie.
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1
ca. 10 Minuten
Begrüßung und Einordnung
Rechtlicher Rahmen, Rolle und Aufgaben des Brandschutzhelfers im Betrieb, Ablauf des Tages.
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2
ca. 90 Minuten
Theorieteil: Blöcke 1 bis 5
Brandentstehung, Brandschutzorganisation, Feuerlöscheinrichtungen, Gefahren durch Brände und Verhalten im Brandfall, mit Beispielen aus Ihrem Betrieb.
-
3
kurze Pause
Wechsel zum Übungsplatz
Aufbau des Firetrainers im Freien, Sicherheitseinweisung, Einteilung der Gruppen.
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4
5 bis 10 Minuten je Teilnehmer
Praktische Löschübung
Jeder Teilnehmer löscht selbst, mindestens einmal und in der Regel mit unterschiedlichen Löschmitteln und Brandszenarien. Unsere Ausbilder stehen dabei durchgehend daneben.
-
5
ca. 10 Minuten
Abschluss und Zertifikate
Offene Fragen, Hinweise zur Dokumentation und Ausgabe der Zertifikate für Ihre Unterlagen. Ihre Auffrischungsfrist hinterlegen wir gleich bei uns im System und erinnern Sie in 3 Jahren automatisch daran.
Woher die Inhalte stammen
Die Ausbildungsinhalte sind keine Empfehlung eines Anbieters, sondern ergeben sich aus dem staatlichen Arbeitsschutzrecht und dem Regelwerk der Unfallversicherungsträger.
- § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): verpflichtet den Arbeitgeber, Beschäftigte für Brandbekämpfung und Evakuierung zu benennen
- Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Grundlage für Maßnahmen gegen Brände in Arbeitsstätten
- ASR A2.2, Maßnahmen gegen Brände: definiert die Zahl der Brandschutzhelfer (Regelfall 5 % der Beschäftigten)
- DGUV Information 205-023: legt die konkreten Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis fest
- DGUV Vorschrift 1: Grundsätze der Prävention
Häufige Fragen zu den Ausbildungsinhalten
Wie lange dauert die Brandschutzhelfer-Ausbildung?
Ist die praktische Löschübung wirklich Pflicht?
Kann die Brandschutzhelfer-Ausbildung online stattfinden?
Gibt es am Ende eine Prüfung?
Werden betriebsspezifische Inhalte behandelt?
Sind Evakuierungsinhalte Teil der Brandschutzhelfer-Ausbildung?
Wer darf Brandschutzhelfer werden?
Sie kennen jetzt die Inhalte. Buchen Sie die Ausbildung.
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