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Anleitung · ohne Werkzeug, in zwei Minuten

PFAS-Feuer­löscher erkennen
in vier Schritten am Typenschild

PFAS steckt praktisch nur in Schaumlöschern. Ob Ihr Gerät betroffen ist, sehen Sie am Typenschild: Löschmittel, Brandklassen, Kennzeichnung und Kürzel. Bleibt es unklar, schicken Sie uns ein Foto – wir sagen Ihnen, was drin ist.

Gezeichneter roter Feuerlöscher, eine Lupe liegt über dem Wort Schaum auf dem Typenschild
Betroffen
nur Schaumlöscher
Erkennbar
am Typenschild
Nachfüllen
seit 23.10.2026 verboten
Nutzung
längstens bis Ende 2030
Vorab

Welche Feuer­löscher PFAS enthalten können

PFAS sorgen in Schaum für einen dünnen Film auf brennenden Flüssigkeiten. Deshalb kommt es fast nur auf Schaumlöscher an.

Prüfen

Schaumlöscher

Ältere Schaummittel enthalten häufig fluorierte Tenside. Jeder Schaumlöscher ohne eindeutige Kennzeichnung gilt als verdächtig, bis das Gegenteil belegt ist.

Genauer hinsehen

Wasser mit Zusatz

Wasserlöscher mit Zusatzmittel, die auch das Piktogramm für Brandklasse B tragen, behandeln Sie wie Schaumlöscher und prüfen sie mit denselben Schritten.

In der Regel nicht

Pulver, CO₂ und Fettbrand

Pulver-, CO₂- und reine Wasserlöscher enthalten keine Fluorzusätze, ebenso Fettbrandlöscher nur für die Klassen A und F. Sie fallen nicht unter das Verbot.

Anleitung

So prüfen Sie Ihren Feuer­löscher

Sie brauchen nur das Typenschild auf dem Behälter. Gehen Sie die Schritte der Reihe nach durch – oft ist die Frage schon nach dem ersten beantwortet.

  1. Löschmittel

    Was steht auf dem Typenschild?

    Ganz oben auf dem Schild steht das Löschmittel. Steht dort Pulver, CO₂ oder Wasser ohne Zusatz, sind Sie fertig: kein PFAS. Steht dort Schaum oder „Wasser mit Zusatz“, geht es mit Schritt 2 weiter.

    Pulver, CO₂, Wasser: nicht betroffenSchaum: weiter prüfen
  2. Piktogramme

    Welche Brandklassen sind abgebildet?

    Unter dem Löschmittel stehen kleine Symbole mit den Buchstaben der Brandklassen. Das B steht für brennende Flüssigkeiten – genau dafür wurde Fluor eingesetzt.

    Zeigt ein Fettbrandlöscher nur A und F, ist er in der Regel fluorfrei. Sind A und B oder A, B und F abgebildet, prüfen Sie weiter.

    A + F: nicht betroffenmit B: weiter prüfen
  3. Kennzeichnung

    Steht „fluorfrei“ oder „PFAS-frei“ darauf?

    Fluorfreie Schaumlöscher sind in der Regel ausdrücklich so gekennzeichnet – als Aufdruck auf dem Schild oder als eigener Aufkleber. Fluorfrei, PFAS-frei oder PFC-frei heißt: nicht betroffen.

    Vorsicht bei „PFOS-frei“ oder „PFOA-frei“. Das schließt nur einzelne Stoffe aus, nicht die ganze Gruppe. Fehlt jeder Hinweis, ist das ein Warnzeichen.

    fluorfrei, PFAS-frei: nicht betroffenPFOS-frei oder nichts: weiter prüfen
  4. Kürzel

    Taucht AFFF oder FFFP auf?

    Im Kleingedruckten des Typenschilds oder im Sicherheitsdatenblatt des Löschmittels stehen oft Kürzel. AFFF, AR-AFFF, FP und FFFP bezeichnen fluorhaltige Schaummittel – taucht eines davon auf, ist der Löscher betroffen.

    Das Sicherheitsdatenblatt bekommen Sie beim Hersteller oder bei dem Betrieb, der Ihre Löscher wartet.

    AFFF, AR-AFFF, FP, FFFP: betroffen
  5. Unsicher?

    Foto schicken, wir sagen es Ihnen

    Schild verblasst, Kürzel nicht zu finden, Hersteller nicht mehr erreichbar? Fotografieren Sie das komplette Typenschild und den Wartungsaufkleber und schicken Sie beides an kontakt@brandschutz-kundk.de oder über das Formular unten.

    Eine Laboranalyse ist möglich, lohnt sich für einzelne Löscher aber kaum. Bei einem alten Schaumlöscher ohne Kennzeichnung ist der Austausch meist günstiger.

Ergebnis

Was Ihr Ergebnis bedeutet

Drei mögliche Antworten – und was jeweils als Nächstes zu tun ist.

nicht betroffen

Kein Schaum

Pulver, CO₂, reines Wasser oder Fettbrand A + F: Das PFAS-Verbot betrifft Sie nicht. Wichtig bleibt die Prüfung alle zwei Jahre.

nicht betroffen

Schaum, aber fluorfrei

Ist der Schaumlöscher als fluorfrei oder PFAS-frei gekennzeichnet, dürfen Sie ihn weiter nutzen, nachfüllen und warten lassen wie bisher.

betroffen oder unklar

Schaum ohne Hinweis

Der Löscher sollte raus, bevor die Frist drängt. Wir tauschen ihn gegen ein fluorfreies Gerät und entsorgen den alten fachgerecht.

Fristen

Wie viel Zeit Sie noch haben

Seit dem 23. Oktober 2026 dürfen PFAS-haltige Schaumlöscher nicht mehr verkauft oder nachgefüllt werden. Wer einen betroffenen Löscher hat, darf ihn noch bis 31. Dezember 2030 verwenden – aber nach einem Einsatz nicht wieder befüllen lassen.

Praktisch heißt das: Jeder Einsatz und jeder fällige Tausch des Löschmittels beendet die Nutzung früher. Wer den Bestand jetzt prüft, kann den Tausch mit der nächsten Wartung verbinden, statt unter Zeitdruck zu bestellen. Alle Stufen der Verordnung stehen im Ratgeber zum PFAS-Verbot.

Häufige Fragen

Fragen zu PFAS im Feuer­löscher

Wie erkenne ich, ob mein Feuerlöscher PFAS enthält?
Am Typenschild: Steht dort Schaum mit dem Piktogramm B und fehlt der Hinweis „fluorfrei“ oder „PFAS-frei“, ist der Löscher sehr wahrscheinlich betroffen. Die Kürzel AFFF, AR-AFFF, FP oder FFFP machen es eindeutig.
Enthalten Pulverlöscher PFAS?
Nein. Pulver-, CO₂- und reine Wasserlöscher enthalten keine Fluorzusätze und sind vom Verbot nicht betroffen.
Was bedeutet AFFF auf dem Feuerlöscher?
AFFF steht für Aqueous Film Forming Foam, einen wasserfilmbildenden Schaum. Der Film entsteht durch fluorierte Tenside – ein AFFF-Löscher enthält also PFAS.
Reicht „PFOS-frei“ auf dem Etikett?
Nein. PFOS und PFOA sind nur zwei Stoffe aus der PFAS-Gruppe. Verlässlich sind nur „fluorfrei“, „PFAS-frei“ oder „PFC-frei“.
Darf ich meinen PFAS-Schaumlöscher weiter benutzen?
Ja, längstens bis 31. Dezember 2030. Nachfüllen ist seit dem 23. Oktober 2026 nicht mehr erlaubt – nach einem Einsatz muss das Gerät also ersetzt werden.
Was kostet es, einen PFAS-Löscher zu entsorgen?
Mehr als der normale Stückpreis ab 6,99 €, weil der Schaum als gefährlicher Abfall gesondert behandelt wird. Den genauen Preis nennen wir Ihnen nach Stückzahl vorab. Ersatz liefern wir kostenlos.

Foto prüfen lassen

Schreiben Sie kurz, um wie viele Löscher es geht. Das Foto vom Typenschild schicken Sie am einfachsten direkt an kontakt@brandschutz-kundk.de – wir sagen Ihnen, ob PFAS drin ist und was sich lohnt.

PFAS-Check anfragen

Schreiben Sie uns – wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.

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Nächster Schritt

Unsicher bei Ihrem Löscher?

Foto vom Typenschild schicken – wir sagen Ihnen, ob er raus muss.

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